Therapie einer Histaminintoleranz

  

Histamin als biogenes Amin wie z.B. auch Serotonin oder Thyramin sind biologisch aktive Substanzen. Diese „kleinen Helfer“, die im Körper für wichtige Funktionen notwendig sind, regulieren den Blutdruck, regen die Magensaftproduktion an, steigern die Darmbewegung und sorgen für einen ausgeglichenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Haben die Helfer Ihre Arbeit erledigt oder sind zu viele Helfer vorhanden, werden diese über das Enzym Diaminoxidase (DAO) im Dünndarm abgebaut.

Bei der Histaminintoleranz liegt ein Ungleichgewicht zwischen der Histaminbildung, Histaminaufnahme und dem Histaminabbau vor. Über den genauen Krankheitsmechanismus sind sich die Experten allerdings noch nicht im Klaren. Eine mögliche Erklärung ist eine Störung im Histaminabbau, die auf einen Mangel des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) zurückzuführen ist.  

Histaminarme Ernährung

Eine histaminarme Ernährung ist die stabilste Basis den täglichen Ernährungsweg zu beschreiten. Hierzu gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer guten Küche, um sich dadurch wohl zu fühlen. Wichtig ist, auf sich tagtäglich acht zu geben, die Signale des Körpers wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren. Dies beginnt schon beim Einkauf der frischen Lebensmittel und geht bis zur Zubereitung der histaminarmen Produkte. Die größte Chance auf eine gesunde und beschwerdefreie Ernährung hat, wer seine Nahrungsmittel selbst beschafft und zeitnah verarbeitet. Sehr viel Spaß bereitet gemeinsames Kochen und die Lust und Freude an gutem Essen.

 

Um den Alltag beschwerdefrei zu gestalten, stehen unter Links und Literatur meine getesteten und von sehr vielen Betroffenen erprobten Nahrungsmittel-Ampeltabellen zum Download zur Verfügung. Diese geben eine Übersicht über die Verträglichkeit verschiedener Nahrungsmittel, Produkte und Medikamentenwirkstoffe bei unterschiedlichen Intoleranzen. 

 

Medikamente -  immer in Absprache mit dem Arzt 

Die hier dargestellten Informationen ersetzen keine Untersuchung oder Behandlung durch einen Arzt.

 

  • Mastzellenstabilisatoren:
    Sie verringern die körpereigene Ausschüttung von Histamin:
    z. B.: Colimune, Allergoval, Pentatop
  • Antihistaminika:
    Sie blockieren die Histamin-Rezeptoren, so dass das Histamin keine Beschwerden mehr auslösen kann

 

Möglichkeiten zur Unterstützung des Organismus oder Entgiftung des Darms durch den Arzt nach einem entsprechenden Blutbild

 

  • Vitamine und Mineralstoffe, die beim Abbau des Histamins benötigt werden, bzw. den Beschwerden entgegen wirken können: Zink, Magnesium, Calcium, B-Vitamine insbesondere B 2, B 6 und B 12 (nicht jedoch Folsäure), Vitamin D, Selen, Vitamin C in Kombination mit Vitamin B 6 - immer in Absprache mit dem Arzt und mit Hilfe von Bluttests, ob die Einnahme nötig ist.

 

Weitere medizinische Möglichkeiten zur aktiven Unterstützung des Organismus erfahren Sie beim Treffen in den Selbsthilfegruppen.

 

Fachliteratur:

Univ. - Doz. Dr. med. Maximilian Ledochowski

Genussvoll leben trotz Nahrungsmittelintoleranzen

Fruktose Laktose Histamin Gluten Getreide Ballaststoffe

Goldmann Verlag

 

 

Ärzte

Hilfe bei Nahrungsmittelintoleranzen bieten

  • Internisten

  • Gastroenterologen 

 

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Bei einer Verdachtsdiagnose Histaminintoleranz (HIT) sollte in jedem Fall ein qualifizierter Arzt aufgesucht werden.

Wichtiger Hinweis zum Gesundheitsthema Histaminintoleranz

Diese Webseite eignet sich nur bedingt zur Selbstdiagnose und kann den Arztbesuch nicht ersetzen. Sie bietet ergänzende Informationen und sollte niemals als alleinige Quelle für gesundheitliche Entscheidungen verwendet werden.

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